Schutzhandschuhe

Wozu Schutzhandschuhe tragen ?

Wozu Schutzhandschuhe tragen ?

Die Schutzhandschuhe gehören zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA) wie Helme, Gehörschutz, Brillen, Atemschutzgeräte, Sicherheitsschuhe und Gurte.

Eine sehr grosse Auswahl an Schutzhandschuhen

Eine sehr grosse Auswahl an Schutzhandschuhen

Das Marktsortiment ist gross und ausserordentlich vielfältig: man findet für jeden Arbeitsbereich einen passenden Schutzhandschuh.
Entgegen einer leider weit verbreiteten Meinung können Schutzhandschuhe bei jeder Art von beruflicher Tätigkeit getragen werden.

Die Handschuhe: Geschützte Fläche

Die Handschuhe: Geschützte Fläche

Je nach Verwendungsbedarf wird man einen Schutzhandschuh wählen, welcher mehr oder weniger die exponierten Partien bedeckt.

Die Schutzhandschuhe mit Teilbeschichtung (s. die beiden Fotos links) sind aufgrund ihrer Geschmeidigkeit und Atmung- saktivität speziell angenehm im Tragen.

Die Handschuhe: Bewegungsfreiheit

Die Handschuhe: Bewegungsfreiheit

Die Bewegungsfreiheit hängt von der Dicke des Schutzhandschuhs und von der Flexibilität des Materials ab.

Der bequeme Schutzhandschuh

Der bequeme Schutzhandschuh

Der Trend geht hin zu leichten, weichen, dünnen, schweissdurchlässigen Schutzhandschuhen, die ein hohes Tastempfinden und hohen Tragkomfort garantieren und so über längere Zeiträume getragen werden können.

Der geeignete Schutzhandschuh

Der geeignete Schutzhandschuh

Der geeignete Schutzhandschuh schützt wirksam vor Gefahren und ermöglicht zugleich ein unbehindertes Arbeiten. Bei der Wahl des richtigen Handschuhs ist es wichtig, die physischen und chemischen Gefahren zu ermitteln. Dazu gehören Schnitte, Stiche, Abnützung, Quetschungen, Verbrennungen, Flammen, Hitze, Kälte und chemische Stoffe.

Schutzniveau je nach CE Risikokategorie

Schutzniveau je nach CE Risikokategorie

Die europäische PSA-Richtlinie 89/686 definiert 3 Risikokategorien für die persönliche Schutzausrüstung (PSA).

Kat. 1. Minimale Risiken: PSA von einfacher Ausführung zur Hygiene, als Komfort oder zum Schutz vor Risiken, deren Auswirkungen keine Folgen auf die Gesundheit des Anwenders haben oder die leicht rückgängig zu machen sind. Diese PSA darf vom Hersteller selbst zertifiziert werden. Es handelt sich im Allgemeinen um leichte, preislich günstige Schutzhandschuhe, die angenehm im Tragen sind und den Arbeitskomfort deutlich steigern.
Diese Schutzhandschuhe schützen z.B. vor Feuchtigkeit, Schmutz, leichtem Abrieb, Schürfwunden oder oberflächlichen Verbrennungen.

Kat. 2. Mittlere Risiken: PSA von mittlerer Ausführung zum Schutz vor Risiken, deren Folgen für die Gesundheit dauerhaft sein können.
Diese Schutzhandschuhe werden gemäss den europäischen Richtlinien durch ein akkreditiertes Labor getestet.
Die Auswahl an Schutzhandschuhen dieser Kategorie ist ausserordentlich vielfältig. Diese Schutzhandschuhe bestehen meistens aus mehreren Materialschichten, verschiedener Zusammensetzung, oft von sehr hochstehender Qualität, um allen möglichen beruflichen Anforderungen zu entsprechen.
Diese Schutzhandschuhe bieten Schutz z.B. vor Schnitten, Abrieb, Verbrennungen, Chemikalien, infektiösen Substanzen, radioaktiver Kontamination.

Kat. 3. Lebensgefährliche oder invalidisierende Risiken: PSA von ganz spezieller Ausführung zum Schutz gegen irreversible Gesundheitsschäden.
Diese PSA muss nicht nur die Tests der Kategorie 2 bestanden haben, sondern hat sich gleichzeitig einem Produkt-Qualitätssicherungssystem zu unterziehen.
Es handelt sich um sehr spezifische Schutzhandschuhe, die z.B. für die Feuerwehr, für Giesser, Metzger, Elektriker oder Angestellte der chemischen Industrie bestimmt sind. Sie schützen vor Verbrennungen durch Flammen oder durch Schmelzmetallspritzer, tiefe Schnitte, elektrische Hochspannung, Verbrennungen sowie Vergiftung durch Chemikalien.

Die Europäischen Normen (EN) und ihre Piktogramme

Die Europäischen Normen (EN) und ihre Piktogramme

Die Konformität mit den Europäischen Richtlinien wird mit dem CE-Logo und mit Piktogrammen in Form von Schutzschildern gekennzeichnet.

Die Europäische Richtlinie über persönliche Schutzausrüstungen (PSA) schreibt ein genaues Prüf- und Klassifizierungssystem für Schutzhandschuhe vor: die «Europäischen Normen», die mit der Abkürzung EN gekennzeichnet sind. Die erste dieser Normen ist die EN 420. Sie legt die allgemeinen Anforderungen an Schutzhandschuhe fest. Dazu gehört etwa das Vorhandensein von Herstellerinformationen, auf die das Piktogramm «aufgeschlagenes Buch» verweist.

Für besondere Risiken, z. B. im Zusammenhang mit Chemikalien und mechanischen Einwirkungen, gibt es spezielle Normen, welche die EN 420 ergänzen (siehe folgende Seiten).

Auf CE-zertifizierten Handschuhen, die einen hohen Schutz bieten, sind angegeben: die Grösse, der Hersteller, die Bezeichnung des Handschuhs, die Prüfverfahren, die der Handschuh durchlaufen hat, und die entsprechenden Piktogramme sowie die CE-Kennzeichnung mit der Nummer der Prüf- und Zerti zierungsstelle. Achtung: Das CE-Logo allein ist kein Gütesiegel, es weist lediglich darauf hin, dass ein Schutzhandschuh den Mindestanforderungen entspricht und auf dem europäischen Markt frei verkauft werden kann.

Die Piktogramme CE

Die Piktogramme CE

Die Piktogramme können irreführen:
- Die Piktogramme haben die Form eines Schutzschildes, obwohl der Schutzhandschuh nicht schützen kann!
- Das Vorhandensein des Piktogramms weist nur darauf hin, dass der Schutzhandschuh, ungeachtet seiner Qualität, gemäss einem nach einer europäischen Norm definierten Verfahren, getestet wurde.

Folglich bedeutet:
- das Symbol mit dem Hammer, dass der Schutzhandschuh getestet wurde, um seine Resistenz gegen mechanische Risiken zu ermitteln,
- das Symbol mit der Flamme, dass der Schutzhandschuh getestet wurde, um seine Resistenz gegen Hitze und/oder Feuer (EN 407) zu ermitteln,
- das Symbol mit der chemischen Flasche, dass der Schutzhandschuh getestet wurde, um seine Chemikalienfestigkeit zu ermitteln (EN 374).

Entwicklung der EU Normen und der Piktogramme

Entwicklung der EU Normen und der Piktogramme

Die ständige Weiterentwicklung von Materialien und Produktionstechniken führt dazu, dass auch die Normen und die Piktogramme sich ständig verändern. Die EN 388 für Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken aus dem Jahr 2003 wurde 2016 erweitert (siehe Seite 11).

Das Piktogramm zur Kennzeichnung von luft- und wasserundurchlässigen Handschuhen mit leichtem Schutz vor Chemikalien gemäss EN 374:2003 wurde nach der Überarbeitung im Jahr 2016 aufgehoben. Nur das Erlenmeyerkolben-Piktogramm wurde beibehalten. Zudem wurde die EN 374 um sechs zusätzliche Prüfchemikalien erweitert. Mit der Version 2016 der EN 374 (EN 374:2016) werden die Schutzhandschuhe in die Kategorien A, B und C eingeteilt (siehe Seite 19).

Das Piktogramm «Mikroorganismen» der Norm EN 374:2003 wurde 2016 um eine Version mit dem Zusatz «Virus» ergänzt und gibt an, dass der Schutzhandschuh einen Virenpenetrationstest bestanden hat und somit vor Viren schützt (siehe Seite 18).

Die Norm EN 388: Schutz gegen mechanische Risiken

Die Norm EN 388: Schutz gegen mechanische Risiken

Das Piktogramm bezieht sich auf die EN 388, die den Widerstand von Schutzhandschuhen gegen sechs mechanische Belastungen de niert:
a) Abriebfestigkeit
b) Schnittfestigkeit
Ist eine Prüfung auf den Schutzhandschuh nicht anwendbar oder wurde die Prüfung nicht durchgeführt, steht anstelle einer Zahl der Buchstabe X.
c) Weiterreissfestigkeit
d) Durchstichfestigkeit
Unter dem Piktogramm be nden sich Zahlen oder Buchstaben, die den Widerstand gegen diese Belastungen angeben. Der Widerstand gegen die Belastungen a) bis d) wird in Stufen von 0 bis 4 oder 5 angegeben.
e) Schnittfestigkeit nach ISO (neu seit 2016)
Der Widerstand gegen Schnitte wird mit einem speziellen Test (Schnittest mit schrittweiser Erhöhung des Drucks) bestimmt und in die Stufen A bis F (Maximum) eingeteilt.
f) Widerstand gegen Stosseinwirkung (neu seit 2016)
Der Widerstand gegen Stösse wird mit dem Buchstaben P angegeben, wenn eine solche Referenzprüfung stattgefunden hat.

Schnitte durch einschlagende Wirkung : Norm EN 1082

Schnitte durch einschlagende Wirkung : Norm EN 1082

Die Norm EN 1082 definiert den Schutz gegen Schnitte durch einschlagende Wirkung (Stoss, Aufprall). Sie ergänzt die Norm EN 388, die ausschliesslich die Resistenz gegen Schnitte durch scharfkantige und spitze Werkzeuge bzw. Materialien umschreibt.

Das betreffende Piktogramm figuriert im Allgemeinen auf den Ketten-Schutzhandschuhen der Metzger und Fleischverarbeiter (Ausbeinen und Tranchieren).

Schutz vor Hitze und/oder Feuer : Normen EN 407 und EN 659

Schutz vor Hitze und/oder Feuer : Normen EN 407 und EN 659

Die Norm EN 407 definiert die spezifischen Kriterien von Schutzhandschuhen zum Schutz vor Hitze und/oder Feuer.

Die Norm EN 659 widmet sich im Speziellen den Schutzausrüstungen für die Feuerwehr.

Kälteschutz : Norm EN 511

Kälteschutz : Norm EN 511

Die Norm EN 511 definiert die spezifischen Kriterien von Schutzhandschuhen zum Schutz gegen Konvektions- und Kontaktkälte bis -50°C und bestimmt die genaue Wasserdichtigkeit.

Schutz vor Radioaktivität : Norm EN 421

Schutz vor Radioaktivität : Norm EN 421

Die Norm EN 421 definiert die spezifischen Kriterien von Schutzhandschuhen zum Schutz vor radiaktiver Kontamination und ionisierender Strahlung.

Dieser Typ Schutzhandschuh wird in der Radiologie und Onkologie, in der Forschung sowie in der Nuklearindustrie verwendet.

Lebensmittel-Kompatibilität : das Piktogramm «Glas und Gabel»

Lebensmittel-Kompatibilität : das Piktogramm «Glas und Gabel»

Das Reglement 1935/2004 sowie die europäischen Richtlinien 82/711 und 85/572 legen gewisse Vorschriften in Bezug auf Materialien fest, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen.
Sie zielen darauf hin zu verhindern,
a) dass die im Material des Schutzhandschuhs enthaltenen gefährlichen Substanzen in die Nahrungsmittel gelangen;
b) dass mögliche pathogene Mikrooganismen auf der Hautoberfläche die Nahrungsmittel verunreinigen.

Achtung: Ein Schutzhandschuh kann in Berührung mit bestimmten, nicht aber mit anderen Lebensmitteln, geeignet sein.

Im Grossen und Ganzen gibt es nur wenige Schutzhandschuhe, die mit allen Lebensmittelarten kompatibel sind. Mit dem Beifügen des Piktogramms „Glas und Gabel“ gibt es, ohne ausführlichere Informationen, keine genügende Kompatibilitätsgarantie für ein ganz bestimmtes Lebensmittel.

Einige Produzenten stellen Kompatibilitätslisten von Schutzhandschuhen mit verschiedenen Lebensmittel-Klassen zur Verfügung.

Es ist zu beachten, dass die Lebensmittel-Konformitätsdeklaration durch die Produzenten von Schutzhandschuhen auf der Basis von durchgeführten Tests, ohne Kontrolle durch ein unabhängiges Organ, erstellt ist.

Die Schadstoffe sind sehr vielfältig und weit verbreitet

Die Schadstoffe sind sehr vielfältig und weit verbreitet

Die für die Haut und die Gesundheit schädlichen Substanzen beschränken sich nicht auf die chemische Industrie. Man findet sie in unserem täglichen Umfeld, zu Hause, bei der Arbeit und in der Freizeit. Es handelt sich um Produkte für die Reinigung von Oberflächen und Gegenständen, Schmier-, Entfettungs- und Lösungsmittel, Fleckenentfernungsmittel, Desinfektionsmittel, Lacke, Leime, Rostschutzmittel, Pestizide u.a.

Die Sicherheitsdatenblätter, die bei Hersteller und Vertreter verfügbar sind, geben detailliert Auskunft über die gesundheitsschädigenden Risiken.

Schutz vor Chemikalien und Mikroorganismen: die Norm EN 374

Schutz vor Chemikalien und Mikroorganismen: die Norm EN 374

Die EN 374 de niert den Schutz gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen.

Schutzhandschuhe, die die Anforderungen gemäss EN 374 erfüllen, wurden einem Luft-Leck- und einem Wasser-Leck- Text unterzogen und weisen weder poröse Stelle noch undichte Nähte oder sonstige Fehler auf. Weiter haben solche Schutzhandschuhe Qualitätsprüfungen durchlaufen und schützen vor Mikroorganismen, Bakterien und Pilzen. Die Undurchlässigkeit gegenüber Viren wird mit einem medizinischen Virenpenetrationstest geprüft. Besteht ein Handschuh diesen zusätzlichen Test, wird unter dem Piktogramm das Wort «Virus» hinzugefügt.

Das erste Piktogramm gibt an, dass der Schutzhandschuh die oben erwähnten Anforderungen erfüllt und zusätzlich vor eindringenden Chemikalien schützt (siehe nachfolgende Seiten).

Grundsätzlich sollte ein Schutzhandschuh nicht mit beiden Piktogrammen gekennzeichnet sein, da sie verchiedene Schutzniveaus anzeigen.

Die Norm EN 374: Schutz vor Chemikalien

Die Norm EN 374: Schutz vor Chemikalien

Der Schutz vor gefährlichen Chemikalien ist komplexer, denn hier müssen die grosse Bandbreite an Chemikalien und ihre unterschiedlichen Wirkungsweisen berücksichtigter werden. Weiter sind hier die Bezeichnungen «Penetration», «Permeation» und «Degradation durch Chemikalien» von Bedeutung (siehe Seiten 20 ff).

Das Piktogramm «Schutz gegen chemische Risiken» wird ergänzt mit Typbezeichnung A, B oder C und gegebenenfalls durch einen Code mit bis zu 6 Buchstaben. Typ A weist eine Permeationsbeständigkeit gegen mindestens sechs der 18 Prüfchemikalien auf, Typ B schützt vor mindestens drei der Prüfchemikalien und Typ C vor mindestens einer (nicht angegebenen) Chemikalie. Die Handschuhtypen A und B müssen gegenüber den Prüfchemikalien eine Permeationsbeständigkeit von mindestens 30 Minuten aufweisen. Bei Typ C muss die Permeationsbeständigkeit mindestens zehn Minuten dauern.

Der Prüfkatalog der neuen Norm umfasst 18 Prüfchemikalien, die mit den Buchstaben A bisT angegeben werden.

Resistenz von Schutzhandschuhen gegen Penetration und Permeation von Schadstoffen

Resistenz von Schutzhandschuhen gegen Penetration und Permeation von Schadstoffen

Die Resistenz von Schutzhandschuhen gegen Chemikalien wird durch zwei Begriffe definiert:

a) Als Penetration wird das Eindringen einer Chemikalie in den Schutzhandschuh durch die Schadstellen im Material oder Porositäten und durch die undichten Nähte bezeichnet.

b) Als Permeation wird das Durchdringen einer Chemikalie auf molekularer Ebene durch das Material des Schutzhandschuhs bezeichnet.

Die Permeation beruht auf zwei Kriterien: der Durchbruchszeit der Chemikalie und dem Permeationsfluss.
Der Permeationsfluss bezieht sich auf die Menge der Substanz, die durch einen Schutzhandschuh hindurch dringt, nach Flächen- und Zeiteinheit. Der Permeationsfluss ist gelegentlich signifikanter als die Durchbruchszeit. Anders ausgedrückt kann ein Schutzhandschuh die Diffusion einer kleinen Flüssigkeitsmenge nach kurzer Zeit zulassen, während ein anderer Schutzhandschuh erst spät, aber in grosser Menge, die Diffusion zulässt. Deshalb ist es unerlässlich, Rat beim zuständigen Chemiker zu holen, falls man sehr giftigen Stoffen ausgesetzt ist. Diese Spezialisten werden auf Anfrage durch den Schutzhandschuhhersteller zur Verfügung gestellt.

Die Permeationsfestigkeit eines gleichen chemischen Produkts kann je nach Zusammen- setzung des Schutzhandschuhmaterials variieren

Die Permeationsfestigkeit eines gleichen chemischen Produkts kann je nach Zusammen- setzung des Schutzhandschuhmaterials variieren

Die Permeationsfestigkeit von Schadstoffen ist je nach Schutzhandschuhtyp sehr unterschiedlich.
Diese Resistenz wird durch das Schutzhandschuhmaterial und dessen Dicke bestimmt.

Tabelle : Chemikalienfestigkeit

Tabelle : Chemikalienfestigkeit

Die obenstehende vereinfachte Tabelle macht die sehr grosse Variabilität der chemischen Resistenz von Schutzhandschuhen für gleichwertige Produkte deutlich; z.B. zeigen die PVA-Schutzhandschuhe (Polyvinyl-Alkohol) wirksamen Schutz gegen Trichlorethylen und Toluol, während sie sich im Wasser auflösen.

Wie Seite 24 zeigt, geben die vom Hersteller herausgegebenen Listen bezüglich Permeation von Chemikalien genau Auskunft über ihre Festigkeit.

Die Permeationsfestigkeit eines gleichen Schutzhandschuhs kann je nach chemischem Produkt variieren

Die Permeationsfestigkeit eines gleichen Schutzhandschuhs kann je nach chemischem Produkt variieren

Die Permeationsfestigkeit ist bei einem gleichen Schutzhandschuh je nach Schadstoff sehr unterschiedlich.

Es gibt keinen Allzweck-Schutzhandschuh, der gegen sämtliche Schadstoffe schützt. Deshalb ist bei der Verwendung von verschiedenen chemischen Produkten je ein passender Schutzhandschuhtyp erforderlich.

Detaillierte Tabelle : Chemikalienfestigkeit

Detaillierte Tabelle : Chemikalienfestigkeit

Die beim Hersteller von Schutzhandschuhen erhältlichen Listen bezüglich Permeation von Chemikalien informieren ausführlich über ihre Festigkeit.

Die Norm EN 374 definiert 6 Leistungsindikatoren je nach Durchbruchszeit von Chemikalien
1) >10 Minuten,
2) >30 Minuten,
3) >60 Minuten,
4) >120 Minuten,
5) >240 Minuten,
6) >480 Minuten.

Schutzhandschuhgrösse

Schutzhandschuhgrösse

Die Grösse der Schutzhandschuhe wird nach dem Umfang der Hand und ihrer Länge (gemessen zwischen Handgelenk und ausgestrecktem Mittelfinger) bestimmt. In der Praxis ist nur der Handumfang für die Auswahl eines passenden Schutzhandschuhs massgebend.